Videogestützte Gang- und Laufanalysen

Biomechanische Untersuchungen haben gezeigt, dass Patienten und Sportler mit Beschwerden im Bereich von Fuß, Knie, Hüfte oder Wirbelsäule ein anderes Bewegungsverhalten aufweisen als gesunde und beschwerdefreie Sportler.

Bei genauer Analyse der Bewegungen beim Gehen und Laufen zeigt sich, dass Ausweichbewegungen des Fußes und/oder benachbarter Gelenke häufig Auslöser für Fehl-oder Überlastungen von Fuß, Knie, Hüfte und Wirbelsäule darstellen. Bei unseren Bewegungsanalysen machen wir uns daher vorab ein genaues Bild von der Stellung Ihrer Füße, der Kniegelenke sowie der Lenden-Becken-Hüftregion, ggf. auch der Wirbelsäule, in allen Phasen der Bewegung.

Die aufgenommen Bilder werden mit dem Computer ausgewertet und dokumentiert. Auf diese Weise erhalten Sie eine objektive Übersicht über die Charakteristik der einzelnen Phasen Ihres Gang- bzw. Laufzyklus. Ihre getragenen Sportschuhe finden dabei ebenso besondere Berücksichtigung. Neben der individuellen Einlagenversorgung werden auch Hinweise auf Schuhe, Schuhzurichtungen, Bandagen/Orthesen und physiotherapeutische sowie trainingstherapeutische Maßnahmen gegeben.

In unserem Bewegungsstudio kommen zwei Kameras zum Einsatz: eine für die Aufnahme der hinteren Ansicht und eine für die seitliche Perspektive. Für die videogestützte Bewegungsanalyse brauchen Sie eine kurze Hose sowie ihre Laufschuhe.

Im Vorfeld der biomechanischen Bewegungsanalyse steht

  • eine orthopädische Fußanalyse
  • ein physiotherapeutischer Befund
  • und ggf. eine isokinetische Kraftdiagnostik.

Im Rahmen der orthopädischen Fußanalyse werden zuerst die Fußform, die Fußstellung, die Statik sowie die Sprunggelenkachsen beurteilt.
Mögliche pathologische Befunde sind:

  • Hohlfuß
  • Knick-Senk-Fuß
  • Spreizfuß
  • Fehlstellungen nach Frakturen


Lokale oder regionale Funktionsstörungen des Bewegungsapparates haben zwangsläufig Störungen des Gesamtsystems zur Folge. Im Rahmen unseres ganzheitlichen Konzeptes besitzen daher physiotherapeutische und manualtherapeutische Untersuchungsmethoden – und techniken einen hohen Stellenwert. Der physiotherapeutische Befund umfasst im wesentlichen die Fußuntersuchung, die Beurteilung der Beinachse, des Beckens und der Wirbelsäule sowie Funktionstests hinsichtlich der Dehn-und Kraftfähigkeit sowie der Beweglichkeit der entsprechenden Gelenke.

Speziell beim Laufen wirkt ein Vielfaches des Körpergewichts auf Fuß, Knie, Hüfte und Wirbelsäule ein. Dem Funktionszustand der Wirbelsäulen, Gesäß -, Oberschenkel -, Unterschenkel – und Fußmuskulatur kommt zur Verminderung dieser Krafteinwirkungen ein erhöhter Stellenwert zu.

Nicht selten zeigen die verschiedensten Muskeln der unteren Extremitäten bei Sportlern und Patienten deutliche Abschwächungsmuster, so dass Stoßbelastungen auf die Sprung-, Knie-und Hüftgelenke nicht aktiv abgepuffert werden können. Es ist hinlänglich bekannt, dass derartige Kraftspitzen wiederum an der Entstehung von Überlastungsverletzungen – speziell im Bereich der Knie- und Sprunggelenke – verantwortlich sind.

Das isokinetische Kraftmeß- und Diagnosegerät steht uns in unserem Hause für die Überprüfung des Funktionszustandes der Beinmuskulatur, mit dem sich äußerst präzise muskuläre Ungleichgewichte (Dysbalancen) aufspüren lassen, zur Verfügung.