Ambulante Rehabilitation für Privat-und Beihilfepatienten

Die Leistungserbringung im Bereich der ambulanten Rehabilitation für Privat-und Beihilfepatienten in qualifizierten Zentren ist bundesweit seit 1996 geregelt. Mit dieser Leistungsform, die auch als „Erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP)“ bezeichnet wird, haben „Privat-.und Beihilfepatienten“ ein innovatives und wirtschaftliches Versorgungsangebot als Alternative zur stationären Rehabilitation geschaffen.

In der Versorgungsstruktur findet die ambulante Rehabilitation bei Privat-und Beihilfepatienten ihren Platz zwischen der bewährten ambulanten krankengymnastischen Behandlung durch niedergelassene Krankengymnasten, Masseure und medizinische Bademeister und der stationären Rehabilitation. Ausgangspunkt hierfür ist die Erkenntnis, dass die bestehende Praxis der krankengymnastischen Behandlung bei bestimmten Indikationen nicht ausreichend ist.

Das Konzept der ambulanten Rehabilitation bei Privat-und Beihilfepatienten entspricht inhaltlich weitgehend den Behandlungskonzepten stationärer Rehabilitationseinrichtungen. Der Behandlungsplan mit Behandlungsziel wird von dem leitenden Arzt der Reha München GmbH ggf. in Abstimmung mit dem Operateur erstellt. Zwischen- und Abschlussuntersuchungen ergänzen die Evaluation des Reha-Konzeptes.

Behandlungsinhalte und anzuwendende Behandlungsmethoden der ambulanten Rehabilitation für Privat-und Beihilfepatienten sind von Art und Grad der stattgehabten Erkrankung bzw. Verletzung abhängig. Die Behandlungsinhalte werden entsprechend der klinisch-ärztlichen sowie krankengymnastischen Erfahrung indikationsgerecht bestimmt und mit ausgewählten Behandlungsmethoden unterlegt. Die ambulante Rehabilitation für Privat-und Beihilfepatienten umfasst je Behandlungstag mindestens folgende Leistungen:

  • Krankengymnastische Einzeltherapie,
  • physikalische Therapie,
  • medizinisches Aufbautraining.

Die vertragsärztliche Behandlung (z.B. Begleitmedikation) bleibt bei Durchführung der komplexen ambulanten Rehabilitation unberührt. Leistungen im orthopädisch-traumatologischen Bereich der „Erweiterten ambulanten Physiotherapie (EAP)“ werden aufgrund einer Verordnung des zuständigen Haus-oder Facharztes anerkannt. Damit unliebsame Überraschungen über vermeintliche Leistungsansprüche von vornherein vermieden werden, verweisen wir Privat-und Beihilfepatienten vor Behandlungsbeginn wegen einer eventuellen Kostenübernahme an die jeweilige Privatversicherung. Eine Verlängerung der „Erweiterten ambulanten Physiotherapie (EAP)“ erfordert eine erneute ärztliche Verordnung und fachärztliche Begründung.

Die pro Tag entsprechend dem Reha-Plan erbrachten Maßnahmen einschließlich ggf. erforderlicher Pausen bilden eine Reha-Einheit. Die Mindestbehandlungsdauer einer Reha-Einheit beträgt 120 Minuten. Es sollen maximal 20-30 Reha - Einheiten nicht überschritten werden.

In den Beihilfevorschriften des Bundes entspricht die Nummer 14 des Leistungsverzeichnisses den Aufwendungen der „Erweiterten ambulanten Physiotherapie (EAP)“.